Dobos-Torte – schokoladige Schichttorte
Um was geht es?
Die Dobos Torte ist eine der bekanntesten Spezialitäten der ungarischen Konditorei. Sie besteht aus mehreren Schichten luftiger Biskuitböden, die mit einer reichhaltigen Schokoladencreme gefüllt und mit einer glänzenden Karamellschicht gekrönt werden. Erfunden wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts vom Budapester Zuckerbäcker József Dobos. Seitdem erfreut sich die Torte im In- und Ausland großer Beliebtheit. In diesem Artikel erfährst du alles über die Geschichte und Zubereitung dieses Klassikers.
Ein Meisterwerk der Zuckerbäckerkunst
József C. Dobos – Ein berühmter Konditor
József C. Dobos (1847-1924) war einer der berühmtesten Konditoren seiner Zeit. In seinem Budapester Delikatessengeschäft kreierte er 1885 eine ganz besondere Torte: Mehrere dünne Schichten Biskuit wurden mit einer Buttercreme aus Schokolade gefüllt und das Ganze mit einer knusprigen Karamellglasur überzogen. Das Besondere daran war, dass die Torte durch den Karamellüberzug länger haltbar war als andere Kuchen – ein großer Vorteil in einer Zeit ohne Kühlschränke.
Die Präsentation der Dobostorte
Dobos präsentierte seine Kreation auf der Budapester Landesausstellung 1885, wo sie vom Kaiserpaar Franz Joseph I. und Elisabeth persönlich probiert und gelobt wurde. Bald wurde die „Dobostorta“ im ganzen Land und darüber hinaus bekannt. Dobos exportierte sie sogar in speziellen Holzkisten ins Ausland.
Das Geheimnis des Rezepts
Das Originalrezept hielt Dobos zeit seines Lebens geheim. Erst 1906 übergab er es der Budapester Konditoreninnung. Noch heute orientieren sich viele Zuckerbäcker an Dobos‘ Vorgaben, auch wenn die Torte häufig variiert wird.
Die klassische Dobostorte
Klassisch ist eine Dobostorte mit 5-7 Schichten, Schokoladenbuttercreme und Karamell. Die Seiten werden oft mit gehackten Nüssen wie Haselnüssen oder Mandeln bestreut. Durch die Schichten und die knackige Karamellkrone ergibt sich ein spannendes Zusammenspiel von Texturen.
Eine Rezeptidee und ein paar Tipps von unseren Lesern
Zutaten
für 12 Stücke einer klassischen Dobos-Torte mit 6 Schichten
Für den Biskuit:
6 Eier
180g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
180g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
Für die Schokoladencreme:
6 Eigelb
120g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
200g dunkle Schokolade
250g weiche Butter
Für die Karamellglasur:
200g Zucker
50ml Wasser
Zubereitung
Backofen auf 180°C vorheizen. Für den Biskuit Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Eigelb mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Eischnee vorsichtig unterheben. Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls unterheben.
Masse gleichmäßig auf 6 mit Backpapier belegte Bleche streichen. Ca. 10 Minuten backen. Biskuitböden auskühlen lassen und Ränder abschneiden, sodass alle gleich groß sind.
Für die Creme Schokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen. Eigelb mit Puderzucker und Vanillezucker über einem Wasserbad cremig aufschlagen. Schokolade unterrühren. Butter cremig rühren und löffelweise unterrühren. Creme mind. 2 Stunden kalt stellen.
Böden mit Creme füllen und übereinander schichten. Torte mit restlicher Creme einstreichen und mind. 1 Stunde kalt stellen.
Für die Glasur Zucker in einer Pfanne schmelzen und leicht bräunen lassen. Mit Wasser ablöschen und zu Karamell kochen lassen. Etwas abkühlen lassen und über die Torte gießen. Mit einem geölten Messer in 16 Stücke schneiden. Vor dem Servieren mind. 2 Stunden kalt stellen.
Nützliche Links
Ein Video zur Herstellung von Dobos-Torte [https://www.youtube.com/watch?v=Vby3gh1xr80] Gute Erklärung, leider kein Untertitel verfügbar.
Und noch ein Video zur Herstellung von Dobos-Torte [https://www.youtube.com/watch?v=-mN_ijj1RbY] Auch hier leider kein Untertitel, aber die Bilder sind selbsterklärend.
Ein paar ungarische Wörter mit Übersetzungen
Piskóta [‚piʃkotɒ]: Biskuit, eine sehr leichte Rührmasse aus Eiern, Zucker und Mehl
Krém [kre:m]: Creme, in der ungarischen Küche oft auf Butter-Basis
Karamell [kɒrɒmɛll]: Karamell, durch Erhitzen von Zucker gewonnene goldbraune bis bernsteinfarbene Masse
Csoki [‚ʧoki]: umgangssprachlich für Schokolade
Tojás [‚toja:ʃ]: Ei
Liszt [list]: Mehl
Vaj [vɒj]: Butter
Cukor [‚ʦukor]: Zucker
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