Palacsinta – hauchdünne Pfannkuchen

Ob süß oder herzhaft - die ungarischen Pfannkuchen Palacsinta sind ein Genuss für jeden Geschmack.

Um was geht es?

In diesem Artikel erfährst du alles über die ungarische Variante von dünnen Pfannkuchen oder Crêpes. Wir tauchen ein in die Herkunft und Tradition des Gerichts, schauen uns regionale Varianten an und ich verrate dir ein authentisches Rezept zum Selbermachen.

Markus Messemer

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Tradition verpflichtet. Mit ‚Ungarns kulinarische Seele‘ möchten wir die echten Herstellungsweisen bewahren. Erfahre alles über die dünnen ungarischen Pfannkuchen und ihre Füllungen unter Rezeptur im Detail: Palacsinta.

Markus Messemer

Palacsinta - Tradition, Herkunft und Varianten

Was sind Palacsinta?

Palacsinta sind hauchdünne Pfannkuchen aus einem flüssigen Teig, die in einer speziellen flachen Pfanne ausgebacken werden. Sie sind ein fester Bestandteil der ungarischen Küche und eng verwandt mit Crêpes, Palatschinken und anderen osteuropäischen Teigspeisen.

Die Herkunft des Namens

Der Name „Palacsinta“ stammt vermutlich ursprünglich vom rumänischen Wort „plăcintă“ ab, was so viel wie „gefülltes Gebäck“ bedeutet. Über die slawischen Sprachen gelangte die Bezeichnung schließlich ins Ungarische. Dort wurde das Gericht im 19. Jahrhundert populär.

Süße und herzhafte Füllungen

Palacsinta werden traditionell sowohl süß als auch herzhaft gefüllt. Klassische süße Füllungen sind Marmelade, Pudding, Nüsse, Mohn oder Quark. Die bekannteste herzhafte Variante sind die Hortobágyi palacsinta mit Hackfleischfüllung, benannt nach der ungarischen Puszta-Landschaft Hortobágy.

Die Zubereitung der Palacsinta

In der Zubereitung ähneln Palacsinta den französischen Crêpes. Der flüssige Teig aus Mehl, Eiern und Milch wird in einer speziellen flachen Pfanne hauchdünn ausgebacken. Dabei werden die Palacsinta mehrmals gewendet, bis sie goldbraun sind. Danach werden sie noch warm mit der Füllung bestrichen, zusammengerollt oder gefaltet serviert.

Regionale Variationen

Es gibt unzählige regionale Variationen des Grundrezepts. In manchen Gegenden kommt Mineralwasser in den Teig, anderswo ein Schuss Rum. Auch die Art des Füllens variiert – von Rollen über Dreiecke bis hin zu Säckchen ist alles möglich. In Österreich sind übrigens die sehr ähnlichen Palatschinken beheimatet.

Markus Messemer

Eine Rezeptidee und ein paar Tipps von unseren Lesern

Zutaten für 10-12 Palacsinta mit Marmeladenfüllung

Teig:
250 g Mehl
3 Eier
500 ml Milch
1 Prise Salz
1 EL Kristallzucker
1 Päckchen Vanillezucker
etwas Öl zum Ausbacken

Füllung & Topping:
200 g Marmelade oder Konfitüre nach Wahl
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Mehl in eine Schüssel sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Eier, Milch, Salz, Zucker und Vanillezucker hinzufügen und mit dem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig 30 Minuten ruhen lassen.
Eine beschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze leicht einölen. Eine kleine Kelle Teig hineingeben und die Pfanne schwenken, sodass sich der Teig gleichmäßig verteilt.
Die Palacsinta von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Auf einen Teller gleiten lassen und mit einem sauberen Küchentuch abdecken, damit sie nicht austrocknen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.
Die noch warmen Palacsinta mit einem Löffel Marmelade bestreichen, aufrollen oder falten und mit Puderzucker bestäuben. Sofort servieren oder für später auf einem Teller stapeln.
Tipp: Für herzhafte Palacsinta einfach Zucker und Vanille weglassen und stattdessen mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Markus Messemer

Nützliche Links

Ein einfaches Rezept auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=PNcl_UhDmXc

Markus Messemer

Ein paar ungarische Wörter mit Übersetzungen

Hortobágyi palacsinta: Mit Hackfleisch gefüllte Palacsinta, ein deftiges Hauptgericht
Túrós palacsinta: Mit einer „Quarkfüllung“ (abgeschmeckt mit Zucker und Zitrone) gefüllte Palacsinta
Liszt [‚list]: Mehl
Tojás [‚toja:ʃ]: Ei
Tej [‚tɛj]: Milch
Csipet só [‚t͡ʃipɛt ʃo:]: Eine Prise Salz
Cukor [‚t͡sukor]: Zucker
Lekvár [‚lɛkva:r]: Marmelade, Konfitüre
Porcukor [‚port͡sukor]: Puderzucker, Staubzucker

Markus Messemer

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Markus Messemer