Frauennamen nach Heirat – speziell ungarisch

Das ungarische Suffix „-né“: Eine Besonderheit in der Namensgebung

Vielleicht hast du dich schon gefragt, wie Frauennamen wie „Kovácsné“ oder „Nagyné“ entstanden. Das Suffix „-né“ wird in Ungarn an den Namen des Mannes angehängt und es zeigt an, dass die Frau mit der Hochzeit den Nachnamen ihres Ehemannes angenommen hat. Somit handelt es sich im Beispiel um die Ehefrau von Herrn Kovács bzw. Herrn Nagy.

Namensoptionen für Frauen nach der Eheschließung

Konkret hat eine Frau mit dem Namen Zsófia Szabó in Ungarn nach der Eheschließung diese Möglichkeiten für ihren Namen:

  1. Vollständige Übernahme des Mannesnamens: Sie kann den Vor- und Nachnamen des Mannes annehmen und „-né“ anhängen. Aus Zsófia Szabó wird dann „Kovács Jánosné“, was wörtlich übersetzt bedeutet: Frau (=né) des János Kovács. Ihr eigener Geburtsname ist in dieser Form nicht mehr enthalten.
  2. Kombination aus Mannesname und eigenem Namen: Sie wählt den Nachnamen des Mannes mit „-né“, ohne seinen Vornamen, und führt ihren eigenen Namen weiter: „Kovácsné Szabó Zsófia“.
  3. Übernahme des Nachnamens des Mannes: Wie auch in Deutschland üblich, nimmt die Frau den Nachnamen des Mannes an und würde dann „Zsófia Kovács“ heißen.

Namensoptionen für Männer nach der Eheschließung

Der Ehemann hat diese ganzen Wahlmöglichkeiten nicht. Es gibt für ihn die folgenden Optionen:

  1. Beibehaltung des eigenen Namens
  2. Annahme des Nachnamens der Frau: Der Mann nimmt den Nachnamen der Frau an (also „Szabó János“)

Gemeinsame Namensoptionen für Ehepaare

Als Ehepaar können die beiden:

  1. Einen Doppelnamen bilden: Sie können einen Doppelnamen aus ihren Nachnamen bilden (z.B. „Kovács-Szabó“ oder „Szabó-Kovács“).
  2. Beide den eigenen Namen behalten: Jeder behält einfach seinen eigenen Nachnamen.
Markus Messemer