Wer sind die Ungarn-Deutschen und wie kamen sie nach Ungarn?
Die Ungarn-Deutschen, auch Donauschwaben genannt, sind Nachkommen deutscher Siedler, die im 18. Jahrhundert – oft auf Einladung der Habsburger – nach Ungarn kamen. Nach den Türkenkriegen war das Land in vielen Regionen entvölkert. Um die Landwirtschaft und das Handwerk wieder aufzubauen, wurden gezielt deutschsprachige Familien aus dem heutigen Deutschland, Österreich und der Schweiz angeworben. Sie siedelten sich vor allem entlang der Donau und in Westungarn an. Viele brachten ihre Sprache, Kultur, Religion und Arbeitsweisen mit, die sie bis heute in manchen Gemeinden pflegen. Diese Menschen gelten nicht als Auswanderer im heutigen Sinne, sondern als Teil einer gezielten Wiederbesiedlungspolitik im damaligen Königreich Ungarn.