Warum noch ein „Online-Sprachkurs“ für Ungarisch?
Im August 22 bin ich nach Ungarn ausgewandert. Und das so spontan, dass ich gar nicht die Möglichkeit hatte, mich vorher wirklich mit der Sprache zu beschäftigen. Klar versuchte man, aus den üblichen im Netz offerierten Angeboten etwas Passendes zu finden, aber irgendwie passte das alles nicht zu der Art, wie ich mir das Ungarische beibringen wollte.
Die Herausforderung des Sprachenlernens
Jeder hat sicher seinen eigenen Weg, wie er sich den Zugang zur ungarischen Sprache ebnet. Und es gibt sicher auch genug Menschen hier, die Ungarisch gar nicht lernen wollen.
Bis zu dem Tag an dem ich irgendwo gelesen hatte, dass man „einfach“ nur die Struktur realisieren muss und beginnen sollte in „Tabellen“ zu denken, mit der die Grammatik gebaut ist, war es echt schwer etwas zu behalten. Die Wörter hörten sich wie unmerkbare Trümmer an, weit ab vom europäischen Sprachverständnis.
Der Durchbruch: Erfassen der Sprache als Struktur
Mit meinem ersten gekauften Lehrbuch begann ich eben großteils diese Regeln zu erlenen. Und siehe da, es wurde tatsächlich leichter und mit deutlich größeren Schritten konnte ich besser kommunizieren oder auch die Sachen in der Stadt lesen, die ich wissen musste. Es kommt mir immer noch komisch vor, wenn mir jemand sagt, dass mein Ungarisch echt gut wäre. Denn ich weiß, wieviel noch fehlt. Jedoch weiß ich auch, was ich in den letzten Monaten geschafft habe. Inzwischen sehe und höre ich nämlich Wortstämme, Bindelaut, Suffixe und mit den darum gebauten Füllwörtern ergeben sich verständliche Sätze.
Entwicklung eines eigenen Grammatikkurses
Der „kleine Grammatikkurs“ hat inzwischen mehr als 70 einzelne Seiten, alleine für die Basics. Weitere Seiten werden nach und nach folgen. Bei diesen geht es dann eher darum „aus dem Leben“ zu berichten, mit Geschichten, die die Sprache vermitteln. Und hier sollte auch die Frage aus der Überschrift beantwortet werden: Es ist ein Versuch einen neuen Weg einzuschlagen. Nämlich genau den, den ich mir gewünscht hätte zu finden, als ich nach Ungarn kam und die Sprache lernen wollte. Somit suchte ich mir Unterstützung und kann nun hier diesen Kurs kostenlos offerieren.
Mein Ansatz zum Sprachenlernen
Im Unterschied zu „normalen“ Lehrbüchern, versuche ich bei meinen Ausführungen einen anderen Ansatz zu verfolgen. Diesen möchte ich dir nun gerne in drei Stichpunkten erklären.
- Die Basis für ein stabiles Ungarisch ist die umfassende Erläuterung der Grammatik, ergänzt um ein paar Verbstämme und die am häufigsten genutzten Hauptwörter. Wenn du diese nach und nach verstehst, hast du eine gute Grundlage dein Wissen immer mehr zu erweitern.
- Die Texte der einzelnen Kapitel können relativ fließend gelesen werden. Dabei ist wichtig, dass du „einfach mal gehört hast“, um welche Regel es da geht. Am Ende jeder Seite erläutere ich dir, in einigen persönlichen Worten, was von dem Kapitel du dir zwingend einprägen solltest, da es dir am ehesten im Täglichen wieder begegnet. Dazu wähle ich nur die absoluten Grundlagen des jeweiligen Themas aus. Alles andere wird mit der Zeit kommen, wenn du dich mit den Menschen hier unterhältst und mit offenen Augen durch die Welt gehst.
- Beim ersten Mal sollte man den Kurs nach und nach durcharbeiten und dann später, zur Wiederholung, immer mal wieder reinschauen und Überschriften anklicken, die einen gerade besonders interessieren. Egal ob du diese schon kennst oder nicht. Denn du wirst jedes Mal wieder etwas „Neues“ finden, da deine Basis sich immer weiter verbessert. In den meisten der Wissenswert-Artikel (oder auch bei den Songtexten) findest du ebenfalls Lerninhalte, die dich weiterbringen.
Praktische Tipps zum Sprachenlernen
Sehr wichtig ist es immer wieder ungarisch zu hören und auch zu sprechen. Nur so kann das wirklich verinnerlicht werden. Bitte die Menschen in deinem Umfeld auch, dass sie dich korrigieren, wenn du etwas falsch gesagt hast. Denn daraus, so meine Erfahrung, lernt man am meisten.
Abschluss und Ermutigung
Viel länger soll die Einleitung bzw. Erklärung auch gar nicht sein. Stürze dich einfach ins Abenteuer, es ist wahrscheinlich leichter als du denkst, wenn du die Struktur hinter der Sprache erkennst. Gerne kannst du auf jeder Seite auch deine Anmerkungen hinterlassen, was du vielleicht nicht verstanden hast oder was man umfassender formulieren sollte. Wir freuen uns darauf deine Ideen umzusetzen.
Viele Grüße aus dem Süden Ungarns
Markus